... und so ging es weiter in der U18 und teilweise auch in der U21!
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Vor einigen Wochen hatten Yvonne und ich einen Sammelartikel rausgebracht über die Geschehnisse in der U18 von Januar bis einschließlich zur Süddeutschen Meisterschaft Mitte Februar. Wer diesen noch nicht gelesen hat, sollte hier anfangen: Das geschah bisher in der U18.
Da wir aktuell nicht die Zeit finden, für die Maßnahmen einzelne Artikel zu schreiben, knüpfen wir noch mal an dieses Format an, und zwar gleich mit allem, was auch für die Qualifikation zur EM der U18 relevant ist.
Nationaler Nachweis: Die Deutsche Meisterschaft der U18
Mit 6 Medaillen bei den Jungs und leider nur 2 bei den Mädchen blieb Bayern unter seinen Möglichkeiten, auch wenn wir mit der Gesamtzahl von 8x Edelmetall und zusätzlichen 6 Platzierungen zufrieden sein können.
Gold ging erneut an Jolina Reinhold (-63kg) vom TSV Abensberg, die eine Woche später auch gleich den Titel bei der U21 holte!
Silber gingen an Moritz Nitsch (-46kg) vom TSV Großhadern, Roman Mametyev (-50kg) von Gold-Blau Augsburg und Zoe Roeder (-48kg) vom FC Puchheim.
Bronze holten sich Pavlos Karazelidis (-81kg), Joel Molas Huerta (-50kg) und Yevheni Lohvyniuk (-46kg) vom TSV Großhadern sowie Mykyta Novik (-90kg) von der TG Veitshöchheim.
Im Anschluss an die Deutsche Meisterschaft tauchte Bayern in die erste Runde der internationalen Turniere ein:
Thüringen-Pokal Fu18 und Fu21 in Bad Blankenburg und dem Bremen Masters Mu18 und Mu21
Diese beiden Turniere stellen sowohl für die U18 als auch für die U21 zugleich die erste Möglichkeit dar, einen internationalen Nachweis für die Höhepunktqualifikationen ihrer Altersklassen zu liefern.
In Bad Blankenburg waren für Bayern Radu Ivan und Tamara Velki mit einem großen Team am Start. Mit Jolina Reinhold, die nach Rücksprache mit den Bundestrainern beider Altersklassen in der U21 an den Start ging, Zoe Roeder, Emma Listl und auch Leya Winter hatte Bayern ein paar Eisen im Feuer. Am Ende konnte Jolina Reinhold vom TSV Abensberg mit einer Finalteilnahme und Silber erneut zeigen, dass sie auch in der Altersklasse u21 nicht nur mithalten, sondern auch vorangehen kann. Zoe Roeder (FC Puchheim) belegte nach langwieriger Verletzung zum internationalen Einstand einen respektablen 7. Platz und auch Leya Winter (TSV Großhadern) belegte mit solider Wettkampfleistung ebenfalls den 7. Platz.
In Bremen war unter der Leitung von Claudia Straub und Milan Disovic ein etwas kleiner gehaltenes Team der u18 als in den vergangenen Jahren am Start. Am Ende gelang es Zakhar Khytryi (-66kg) von Glod-Blau Augsburg den 7. Platz zu belegen und Pavlos Karazelidis (-81kg) vom TSV Großhadern kämpfte sehr stark und wurde nach nicht ganz nachvollziehbarem Halbfinale wie auch einem durchaus diskutablen kleinen Finale mit Platz 5 nach Hause geschickt. Auch Mykyta Novik (-90kg) von der TG Veitshöchheim knüpfte ebenfalls mit einem 7. Platz an seine guten Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften an. Die U21 machte mit Donat Müller einen guten Job! Valentin Sommer (-81kg) vom TSV Großhadern beeindruckte mit seiner Wettkampfleistung auch den Bundestrainer Melek Melke und ging am Ende nach 4 gewonnenen Kämpfen mit Platz 5 nach Hause, während Daniil Spyrydonov (-100kg) ebenfalls TSV Großhadern sich souverän bis ins Finale kämpfte, um dort unter den Augen eines jubelnden Publikums den angereisten Japaner zu schlagen (s. Foto 2 von Jonas Löffler)! Saubere Leistung Daniil – gratuliere!
Weiter ging es mit den European Cups der U18 in Teplice, Berlin und schließlich am vergangenen Wochenende in Biesko-Biala.
Insgesamt war dieses Jahr der Wurm drin. Die U18 laboriert mit ein paar Verletzungen und auch mit den Abschlussprüfungen herum. Um einen Überblick über diejenigen zu geben, die sich dennoch gut gemacht haben und teils auch wirklich gute Leistungen bringen konnten hier ein kleiner Überblick:
Jolina Reinhold ist und bleibt die Bank des Nachwuchses. Beim EC in Teplice gewann sie nach einem Finale auf Augenhöhe mit den Weltranglisten ersten Iliria Tsurkan die Silbermedaille und in Bielsko-Biala wurde es dann Gold. Alle Kämpfe mit unterschiedlichen Techniken gewonnen, einzig eine Georgierin machte Jolina im Poolfinale das Leben ein bisschen schwer. In Berlin konnte auch sie, etwas angeschlagen, leider nicht an den Start gehen. Pavlos Karazalidis kämpfte eine gute Saison, konnte aber aufgrund seiner Abschlussprüfungen nicht an allen Maßnahmen teilnehmen. Nach seinem Erfolg in Bremen konnte er in Teplice und Berlin insgesamt 5 internationale Kämpfe für sich entscheiden und die Bundestrainer weiter von sich überzeugen. Polen musste er aufgrund der Schule leider ausfallen lassen. Stavros Fachiridis kam mehr und mehr ins Rollen und konnte nach 2 gewonnen Kämpfen in Teplice dann am vergangenen Wochenende in Polen mit 5 Siegen und 2 Niederlagen einen großartigen, aber dennoch undankbaren 5. Platz belegen. Emilie Thiery holte ähnlich wie Stavros immer mehr Schwung. War es auf der Deutschen nach eigentlich guter Wettkampfleistung noch ein unglücklicher 7. Platz auf nationaler Ebene, so konnte sie sich nun in Polen mit 3 starken Siegen und 2 Niederlagen auch intentional schon in die Nähe der Platzierungen vorarbeiten (Rang 9). Am Ende bleibt noch zu sagen, dass zwei unserer Erstjahrgänge einen sehr guten Job gemacht haben: Roman Mametyev, der seit Beginn des Schuljahres an der Eliteschule des Sports in München ist, konnte nach seiner Medaille auf der Deutschen mit 4 gewonnenen internationalen Kämpfen zeigen, dass er in der neuen Alters- und Gewichtsklasse auf einem guten Weg ist. Und auch Moritz Schmidt, der in der Kerngewichtsklasse bis 66kg ein besonders schweres Leben als jüngster Jahrgang hat, konnte 3 Kämpfe gewinnen und zeigte dabei eindrucksvoll, dass mit ihm zu rechnen ist, wenn er dann physisch aufschließen kann zu seiner Konkurrenz!
Nach den exorbitanten Ergebnissen der letzten Jahre klingt das nicht so glanzvoll wie zuvor. Die einzelnen Leistungen der noch jungen Judoka waren unter den individuellen Bedingungen mit Schule und Verletzungen aber dennoch sehr gut. Mit den sehr kleinen Jahrgängen 2009 und 2010 aber einem sowohl quantitativ wie auch qualitativ starken Jahrgang 2011 befindet der BJV sich in einer Übergangsphase und wir freuen uns auf die Welle nach oben, auf die Talente der Jahrgänge 2011 und auch 2012 hoffen lassen!
Danke an unsere Heimtrainer für die gute Zusammenarbeit und Gratulation an alle Judoka für die guten Leistungen, die ihr erbracht habt!
Text: Claudia Straub
Bilder: Claudia Straub/ Radu Ivan/ Mia Holz/ Moritz Beck/ Jonas Löffler/ EJU












