TSV Großhadern - Judo-Zeltlager mit Schwimmabzeichen

Vom 08.-13.08.21 fand unter der Leitung unserer Trainerin Irina und der freiwilligen Mithilfe einer Mutter das erste Zeltlager für kleine Judoka unserer Judoabteilung statt. Insgesamt fanden sich 10 Kinder, aus Großhadern und unserer Filiale in Aubing, am Sonntag in Mammendorf ein und errichteten gemeinsam mit ihren Eltern ihre Zelte. (Kind: „Hilfe! In meinem Zelt sitzt eine Spinne mit Flügeln!“. Es war eine wirklich sehr dicke Schnake 😉)

Weiterlesen

E-Mail

Silber für Samira Bock in Italien

Samira Bock belegte beim EC Juniors in Udine (ITA), als jüngster Jahrgang der U21, einen hervorragenden 2.Platz.
Mit Siegen über V. Amendola (ITA), D. van Wonderen (NED), C. Betemps (HUN) und der starken Spanierin (mit japanischen Wurzeln) R.Tsunoda zog Samira ins Finale ein und musste sich dort erst im Golden Score der Italienerin M. Esposito geschlagen geben. Das ist ein famoser Start in die Alterklasse U21 und lässt auf weitere Topp-Einsätze für den DJB hoffen.

Weiterlesen

E-Mail

Judoka Patrick Weisser kämpfte in Italien

TUS-Aushängeschild mit starken Leistungen beim European Cup U21 in Udine, Italien

Patrick Weisser vom TUS Bad Aibling reiste mit der deutschen U21-Judonationalmannschaft nach Udine, Italien um beim dort stattfindenden European Cup der Junioren in der Gewichtsklasse bis 66 kg an den Start zu gehen.

Der 20-jährige Student begann das Turnier beherzt. Er konnte in der ersten Runde seinen aus Israel stammenden Gegner Daniel Kapelushnik mit einer sehenswerten Schulterwurftechnik, für die er eine kleine Wertung erhielt und die er über die Zeit rettete, besiegen. Ein gelungener Auftakt.

In der zweiten Runde des mit 53 Judoka aus Europa und Übersee stark besetzten Teilnehmerfeldes im Halbleichtgewicht, ging es gegen John Waizenegger aus der Schweiz auf die Matte. Hier hatte Weisser das Nachsehen und verlor die Begegnung.

Nach einer längeren Pause besann sich der junge Judoka auf seine Stärken und ging in der Trostrunde erneut entschlossen ans Werk. Dort traf er auf Ioan Dzitac aus Rumänien, den er mit einer eindrucksvollen Aushebetechnik schlagen konnte, sodass er erneut eine Runde vorrückte.

Hier erwartete ihn jedoch mit Gyorgy Szatmari aus Ungarn ein starker Gegner, der die Begegnung mit einer Wurftechnik für sich entscheiden konnte, was das Aus für den 20-jährigen bedeutete.

Am Ende standen zwei Siege und zwei Niederlagen auf dem Konto von Patrick Weisser der erstmals auf europäischer- bzw. internationaler Ebene kämpfend Siege einfahren konnte. So war der frischgebackene Süddeutsche Meister der Männer und Drittplatzierte der Deutschen Meisterschaften der U21 von 2020 insgesamt nicht unzufrieden mit seinem Ergebnis: Platz 9 von 53 Startern.

Patrick Weisser: „Zweimal gewonnen, zweimal verloren ist nicht schlecht. Ich habe aber das Gefühl, dass noch mehr drin gewesen wäre. Vielleicht ist es aber nicht ungut, vor den demnächst anstehenden Aufgaben noch motiviert und hungrig zu sein. So bereite ich mich derzeit auf die Anfang September in Stuttgart stattfindenden Deutschen Meisterschaften der Männer vor und hoffe dort auf das Beste.“

Text: Denis Weisser

Bilder: Patrick Weisser

E-Mail

Alwin Brenner vom Bundespräsidenten ausgezeichnet

ID-Judo, Auszeichnung

Die besonderen Verdienste des BJV Referent für Integration und Judo für Behinderte, Alwin Brenner, wurden nun auch von der Politik wahrgenommen und führten, nach einem Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten, Dr. Markus Söder, MdL zu einer besonderen Ehre.

Der Heilpädagoge der Augustinum Tagesstätte und Abteilungsleiter der Sportfreunde Harteck erhielt in einem feierlichen Rahmen im Landratsamt Dachau die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland durch den anwesenden Landrat Stefan Löwl, überreicht.

„Die Laudatio ist etwas länger!“, so der Start der Rede des Landrats. Herr Brenner ist selbst seit über 40 Jahren aktiv im Judosport, konnte Medaillen auf hohen Niveau erkämpfen und in der Bundesliga die Vereinsmannschaft unterstützen. Seine Expertise speziell im ID-Judo (geistiges handikap der Sportler:innen) ist international anerkannt. Sein Einsatz vor 30 Jahren im ID-Judo ist es zu verdanken, dass seine Schützlinge Medaillen von EM, WM und Special Olympics für Deutschland holen. So gibt es keine Medaille die im ID-Judo durch seine Schützlinge noch nicht gewonnen wurden.

„Begonnen hat es eigentlich mit einem Stuhlwurf, nach mir!“, so Brenner. „Diese Energie muss man doch auch anders umleiten können.“ Nach anfänglichen Bedenken, wurde der Judosport in der Einrichtung etabliert und bis heute gilt es als Leuchtturmprojekt für die Inklusion. „Das Wort, war damals kaum bekannt!“, so der Heilpädagoge. Die Zusammenarbeit mit den Sportfreunden Harteck im Münchner Norden war unkompliziert. Schnell wurden große internationale Meisterschaften und mehrfach die Deutsche Meisterschaft ausgerichtet. Es folgten internationale Begegnungen nach Italien, Belgien, Irland, Österreich. Seit dem Start im September 1988 konnten tausende Sportler:innen ausgebildet und das Prinzip – Siegen durch Nachgeben – vermittelt werden. Der „Stuhlschmeisser“ wurde zu einem sehr disziplinierten Judoka. Es sind Freundschaften entstanden und es mussten leider auch Todesfälle in den Reihen der Athlet:innen beklagt werden.

Weitere Konzepte wurden erarbeitet, Trainingsmethoden und Prüfungsordnungen entwickelt und etabliert. Ausgezeichnet von der Stadt München wurde dabei, die Teilnahme einer Inklusionsmannschaft im regulären Ligabetrieb. Hier kämpfen Seite an Seite ID-Judoka mit ihren Betreuern und Vereinskameraden um die Meisterschaft auf Bezirksebene. Die Selbstauflage von min. 50% ID-Judoka wurde von allen getragen und von den sportlichen Gegnern sehr positiv aufgenommen.

Weitere Förderpreise konnten das Augustinum in Kooperation mit den Sportfreunden Harteck unter der Federführung von Alwin Brenner erhalten. Für das Engagement wurde Brenner vom Bayerischen Judoverband der 3. Dan und vom Deutschen Judobund der Titel „Trainer des Jahres“ vergeben.

Welche Anerkennung Herr Brenner in der Trainerszene hat, konnte man 2012 während der Special Olympics National Games in München erleben. Hier sprach Herr Brenner vor ca. 50.000 Zuschauern neben dem Bundespräsidenten Joachim Gauck als Vertreter aller Trainer:innen den Olympischen Eid. Brenner begleitete das Nationalteam in unterschiedlichen Funktionen bei den Special Olympic World Games in Athen, Los Angelos und Abu Dhabi und erhöhte hier den Medaillenspiegel für die Bundesrepublik Deutschland enorm.

Um den Judosport weiter zu fördern, gründete Herr Brenner 2015 den Verein, „Verein zur Unterstützung benachteiligter Judoka e.V.“ und übernahm hierbei den Vorsitz. Hiermit sollen bessere Rahmenbedingungen für SportlerInnen und Funktionäre geschaffen werden. Dabei stellen sich die Mitglieder aktiv als Botschafter für den Judosport zur Verfügung. Weitere Ehrenämter füllte er beim BJV, Bayerischen-, Deutscher Behindertensportverband und Special Olympics aus.

Besonders hervorzuheben ist auch sein außerordentliches soziales Engagement, für welches er auch immer andere begeistern will. Dies belegt er täglich im Umgang mit Sportler:innen und Mitmenschen. Aber auch im familiären Bereich lebt er diese Werte und nahm als Vater von bereits zwei Kindern zusammen mit seiner Frau einen geistig behinderten Jungen in seine Familie auf. Dieser ist natürlich auch ein begeisterter ID-Judoka

Herr Brenner überzeugt und begeistert immer wieder seine Mitmenschen für seine vorbildliche Arbeit mit und an behinderten Menschen. Er hat ein großes Herz und großen Sachverstand, was ihn in den Gremien als einen liebenswerten Experten; in seinem Gebiet auszeichnet. Auch versteht er es als festes Mitglied des Gesamtvorstandes stets durch seine nachhaltige Arbeit und neuen Ideen die Mitglieder für die Unterstützung des Behindertensports zu gewinnen.

„Herr Alwin Brenner ist ein Aushängeschild für den deutschen Judosport im internationalen ID-Judo Geschehen und weit über die Landesgrenzen hinaus, sowie durch seine Expertise hochgeschätzt, hierfür darf ich ihm die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aushändigen.“, so der Landrat nach der hier gekürzten Laudatio.

Die Anwesenden, pandemiebedingt im kleineren Rahmen, gratulierten Alwin Brenner zu seiner Auszeichnung. In jedem Gespräch, hörte man immer wieder von Brenner, „Die Ehrung gebührt allen die an die Sache geglaubt haben und diese tatkräftig unterstützten!“.

Bild/ Text: Peter Franz (Auszug aus Laudatio Landratsamt Dachau)

Integrationsbeauftragter BJV, München 1a

E-Mail

Paralympics in Tokio

Para Judo

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hat 134 Athletinnen und Athleten nominiert (Rio 2016/ 148). Das Großereignis findet von 24. August bis 05. September in Japan statt. Angeführt wird das deutsche Team vom zweimaligen Weitsprung-Paralympics-Sieger Markus Rehm.

Bei dem Ereignis werden 4400 Sportler:innen aus rund 160 Nationen erwartet. Mit Para Taekwondo und Para Badminton feiern zwei Sportarten paralympische Premiere. Mit am Start sind vier Judoka unter der Leitung der Bundestrainerin Carmen Bruckmann.

Carmen und Romana Brussig, Nikolai Kornhaß und Oliver Upmann stellen sich Ihren Gegner:innen. Carmen – 48 kg vom PSV Schwerin, 2016 Vize-Paralympicsiegerin und Weltmeisterin von 2015 und ihre Schwester Romana – 52 kg; 2016 Vize-Paralympicsiegerin und Vize-Weltmeisterin von 2018 vertreten dabei die Damen im Judo. Der Augsburger Nikolai – 73 kg Europameister von 2019 und Bronze Medaillen Gewinner von Rio, sowie Oliver -100 kg sind beide ebenso Routiniers auf der Tatami. Die Sportler:innen haben bereits viel Erfahrungen bei den Paralympischen Spielen gesammelt.

Die erste Paralymic Games fanden in Rom, 1960 statt. Aus 23 Nationen nahmen damals 400 Athleten:innen teil. Seitdem finden die Spiele alle 4 Jahre statt. Seit Seoul (Korea), 1988 wird dabei der Begriff Paralympics verwendet. Nach den Olympischen Spielen und der Fußball-Weltmeisterschaft ist es das drittgrößte Sportfest.

Wir wünschen dem Deutschem Team alles Gute und viel Erfolg!

Bild/ Text: Peter Franz

Integrationsbeauftragter, BJV, München 1a

E-Mail

Unsere Sponsoren: