Cousimbert d. Particuliers - Ju no Kata auf dem Flühkäseberg
Veröffentlicht in
05:45. Fünf Judoka der WSF Tapfheim bestiegen, noch etwas müde, aber voller Vorfreude den Vereinsbus. Gleichzeitig starteten zwei weitere von Kirchseon aus. Ziel: Der Flühkäseberg, Plasselb, Kanton Fribourg, Schweiz zu einem Workshop der besonderen Art zur "Ju no Kata". In Augsburg, wegen einer Baustelle am Roten Tor nach einem abenteuerlichen Umweg, wurden noch drei weitere Judoka vom JCA mitgenommen. Um 07:25 dann der erste Kaffeehalt, organisiert von Manni Steiert, der dort als Fahrer, Lotse durch die Schweiz und letzter Teilnehmer im Bunde, in Wangen. Die Fahrt durch die Schweiz verlief diesmal ereignislos. Pünktlich um 12:00 kamen wir am Parkplatz zur Alpe an. Unsere beiden Teilnehmer aus dem Münchner Bereich, samt Maskottchen "Pluto" - Amadeus, warteten schon. Manni und ich luden das Gepäck ein und machten uns mit dem Bus auf den Weg hinauf zur Alpe. Alle anderen starteten die erste Trainingseinheit mit dem Aufstieg zur Alpe. Gegen 13:45 waren alle bei der Alpe "Flühkäseberg" angekommen und wurden herzlich von unseren Wirten Norbert, Patricia und Louis begrüßt. Nachdem die Quartiere bezogen waren und man/frau sich erfrischt und zu Mittag gegessen hatte gings im Judogi hinauf zum Gipfel. Die anfängliche Bewölkung hatte sich fast ganz aufgelöst und die Sonne begrüßte uns dort bei idealen Trainingsbedingungen. Nach einer Schweigeminute für Ruth, verstorbene Urheberin des Workshops, knüpften wir an den ersten Workshop von 2023 an und wiederholten die ersten fünf Elemente der ersten Gruppe der Ju no Kata. Alle Judoka waren mit viel Engagenent bei der Sache. Als Tutoren gaben Claudia, Lisa, Toni und ich den anderen Paaren Hilfestellung. Im letzten Teil wandten wir uns den Elementen der zweiten Gruppe zu. Fast hätten wir den vereinbarten Schluss vergessen. Wir hatten ja das Abendessen schon vorbestellt. Wir schlossen mit dem rituellen Respekt einer Verbeugung diese Trainingseinheit ab um uns an den Abstieg zu machen. Abendessen im Freien bei herrlichem Sonnenschein und ein sehr erbaulicher gemütlicher Abend rundeten diesen ereignisreichen ersten Workshoptag ab. Auch die Nacht verlief diesmal ohne nenneswerte Ereignisse, - kein zusammengebrochenes Bett, ...
Der nächste Morgen startete für die meisten gegen 07:00: "Pluto" führte sein Frauchen Gassi, Ich absolvierte als Gegenmittel für die Ischiasprobleme und die Nachwirkungen der Thrombose die "Fünf Elermente", Toni lernte für ihr Physikum, Manni gönnte sich sein erstes Morgenpfeifchen, ... Um 08:00 starteten Toni und ich, speziell für unsere Schweizer Freunde auf einer extra dafür freigeräumten Plattform die Ju no Kata als Gesamt-Präsentation. Viel Applaus und Hochachtung durch unsere Wirtsleute dafür leiteten zum gemeinsamen Frühstück über. Anschließend ging es zur dritten Einheit des Workshops wieder auf den Gipfel. Überraschung: Norbert fuhr mich mit dem Quad hinauf, damit ich mehr Kraft für den Workshop aufbringen konnte. Als ich beim Gipfelkreuz auf meine Judoka wartete kamen zwei junge japanische Touristen auf mich zu. Sie blickten mich neugiereig an und ich begrüßte sie mit einem "Konichiwa". Und so kamen wir ins Gespräch. Keiner von beiden war Judoka, aber der eine Karateka. Nachdem alle Teilnehmer angekommen waren, verriet uns der eine, dass sein Urgroßvater Kampfrichterobmann Judo im "Ken" Tokio gewesen war und mit dem siebten DAN graduiert war. Wir starteten den fachlichen Teil, wobei auch die beiden Japaner eifrig fotografierten. Mitmachen wollten sie aber nicht. Schade ... Sehr intensiv übten wir alle Elemente der zweiten Gruppe ein und setzten beide Gruppen zusammen. Die letzte Viertelstunde versuchten wir die synchrone Präsentation der Kata mit allen Paaren. Das klappte erstaunlich gut. Sichtlich zufrieden beendeten wir den fachlichen Teil des Workshops. Wir vereinbarten bereits die Fortsetzung für 2028, Samstag 27.05.2028 - Sonntag, 28.05.2028. Alle Teilnehmer baten darum, sie wieder zu berücksichtigen.
Nächste Überraschung: Ich wurde von Louis mit dem Quad abgeholt. Ich organisierte das Mittagessen. Nach dem Mittagessen haben wir das Gepäck verladen und uns noch zum Abschluss des Workshops zum gemeinsamen Kaffee vor dem Aufbruch mit unserem Wirt zusammengesetzt. Er war sehr angetan und hat sich den Termin für das nächste Seminar sofort vorgemerkt und für uns reserviert. Um 14:30 machten sich alle außer Manni und mir auf den Weg zum Abstieg. Manni und ich fuhren in einer abenteuerlichen Fahrt den Bus hinunter zum Parkplatz. Dort verabschiedeten wir unsere beiden Teilnehmer aus Kirchseon und machten uns auf die lange Heimfahrt.
Allen Teilnehmern herzlichen Dank für das schöne Erlebnis, ganz geprägt von den Judowerten. Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung im Mai 2028
Hier ein paar Fotos über unseren Workshop "Ju no Kata" in der Schweiz:





(Text:Wolfgang Schelzig, Fotos:Andreas Kleinle, Matthias Kolonko, Monika Meyer, Katja Kirchner; gesamte Bildergalerie: www.judoschwaben.de )
