Jugendvollversammlung des DJB

Am Samstag, 09. Juli 2022 fand wieder in Präsenz die Jugendvollversammlung des Deutschen Judo-Bundes statt. Ausrichter dieser Veranstaltung war Nordrhein-Westfalen. Die Jugendvertreter fast aller Landesverbände (bis auf zwei) trafen sich in Münster. Der LV Bayern war durch Vizepräsident Jochen Heruth, Ressortleiterin Gaby Nürnberger und Stellv. Ressortleiter Jonas Ludwig vertreten. Bereits am Freitagabend findet ein reger Austausch mit allen Vertretern und auch mit der Bundesjugendleitung statt.

Wir Bayern sind immer ein gern gesehener Gast und man kennt sich einfach untereinander seit vielen Jahren. Jana Hartmann eröffnete am Samstag um 9 Uhr die JVV und gab die Stimmenzahl von 46 der Landesverbandsvertreter, plus 2 von der Bundesjugendleitung bekannt. Vizepräsident Jörg Bräutigam vertrat gleichzeitig das Präsidium und den Vorstand des DJB. Zu dem Kassenbericht und des Haushaltsplanes gab es keine Beanstandungen.

Nach den Berichten wurde die Bundesjugendleitung einstimmig entlastet. Norbert Specker, der 22 Jahre dieses Amt als Bundesjugendleiter begleitet hatte, gab seinen Rücktritt bekannt, aus familiären und persönlichen Gründen. Es war ein emotionaler Moment, das auch Norbert sehr mitgenommen hatte. Wir Bayern bedanken uns bei Norbert für die gute und schöne, wenn auch manchmal diskussionswürdige Zeit.

Der bisherige Stellvertreter Peter Wiese aus Essen wurde bei drei Gegenstimmen zum neuen Bundesjugendleiter gewählt. Neuer Stellvertreter ist Simon Schilde aus Gelsenkirchen. Die offizielle nächste Neuwahl der Bundesjugendleitung ist im Jahr 2024.

Wir von Bayern hatten einen Antrag gestellt, dass in allen Altersklassen erst ab 7. Kyu an offiziellen Veranstaltungen teilgenommen werden kann. Die neue Graduierungsordnung macht es möglich, innerhalb kurzer Zeit in einem Kurs, den 8. Kyu zu erwerben. Zum Schutz der Kinder muss hierfür eine Regelung geschaffen werden. Die Landesverbandsvertreter sahen dies ebenso und der Antrag mit 2 Nein Stimmen angenommen. Für ein sofortiges Inkrafttreten soll dieser Beschluss ins DJB Präsidium.

Ein weiterer Antrag lag vom Vizepräsidenten des DJB vor, den Schulsportbereich von der Bundesjugendleitung zu streichen, zu einem eigenständigen Bereich. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

Viel Diskussion gab es zu dem letzten Antrag aus Württemberg, die Wiedereinführung der Gruppen-VMM in der U15 und die Abschaffung des Deutschen Jugendpokals. Vieles sprach dafür, wieder eine Gruppenmeisterschaft einzuführen, da der Aufwand und die Kosten für kleine Vereine bei einer Teilnahme zur Deutschen zu hoch sind. Der Jugendpokal (VMM U15) findet derzeit nur noch in der AK U15 statt. Dieser Antrag wurde von Württemberg zurückgezogen, mit dem Auftrag, dieses Thema in einer Arbeitsgruppe mit den Vertretern aus den Landesverbänden zu behandeln.

Es sollen 2-3mal jährlich Online Meetings mit der Bundesjugendleitung und den Jugendvertretern der Landesverbände stattfinden, zum Informationsaustausch. Die Bundesjugendleitung berichtet kurz über die turbulente vergangene Zeit innerhalb des Judobundes. Der vorläufige Terminplan 2023 wurde ausgegeben. Die BJV-Jugendleitung wird daraufhin die Meisterschaftstermine U18 und U15 festlegen, sobald die Südd. Meisterschaften feststehen. Die nächste Jugendvollversammlung findet im Juli 2023 in Brandenburg statt. Im Anschluss beschlossen die Jugendvertreter aus Baden, Württemberg und Bayern eine neue Verfahrensverordnung, die die Neuwahlen des Gruppenkoordinators, das Abstimmungsverfahren, die Stimmberechtigung und die Aufgaben der Gruppe Süd regeln. 

Bild und Text: Jochen Heruth, Vizepräsident Jugend 

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