Nachruf - Wir gedenken Oskar Müller

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Am vergangenen Dienstag ist Oskar Müller im Alter von 83 Jahren in Wirsberg verstorben.

Oskar hat 1954 in Verbindung mit seinem Studium in Berlin mit dem Judo Bekanntschaft gemacht. Diese Sportart hat ihn sofort begeistert und auch sein Privatleben wesentlich mit beeinflusst. Von Berlin kam er über Nürnberg im März 1958 nach Bayreuth. Bereits im Februar 1959 gründete er beim Post SV Bayreuth die Judo-Abteilung. Mit seinem Freund, einem holländischen Trainer, trainierte er die ersten angehenden Judoka. Im Januar 1960 meldet er die Judo-Abteilung offiziell beim Bayerischen Judo-Verband an. Bis 2003 war Oskar u.a. Trainer und Abteilungsleiter.

Neben seinem großen Engagement in Bayreuth wurde er am 31. März 1962 zum Bezirksfachwart, heute Bezirksvorsitzender, gewählt. Dieses Amt begleitete er 38 Jahre  bis zum 28.01.2000. Anlässlich der Bezirkstagung stellte er aus Altersgründen sein Amt zur Verfügung. Mit Stolz können wir oberfränkischen und bayerischen Judoka sagen, dass sein zielgerichtetes Engagement, insbesondere im organisatorischen Bereich, stets zur Weiterentwicklung der Organisation des Bezirkes und des Verbandes von Erfolg gekrönt war. Die heutige Gliederung nach politischen Bezirken wurde aufgrund seines Antrags Anfang 1964 eingeführt, die ersten Männermannschaftsmeisterschaften bzw. ab 1971 die ersten Männerligen wurden von ihm eingeführt. Sein Wirken galt immer dem geliebten Judo-Sport und seiner Entwicklung.

Seine Leistungen wurden durch eine Vielzahl von hohen Ehrungen durch den Bayerischen Judo-Verband, dem Bayerischen Landes-Sport-Verband und dem Kultusministerium gewürdigt. Seit 2007 war er Ehrenvorsitzender des Bezirkes Oberfranken.

Der Bayerische Judo-Verband trauert um eine herausragende Persönlichkeit, die sich große Verdienste um den Judosport in Oberfranken und in Bayern erworben hat.