"Ohne dich wäre ich jetzt nicht hier"

Es war ein schöner Abend, um gemeinsam mit Theresa Stoll ihren Erfolg bei den Weltmeisterschaften 2021 zu feiern. Das Wetter tat sein Übriges und schaffte eine warme Sommeratmosphäre. Die Laudatoren des Hauptvereins um Peter Kastenmaier und Sportbürgermeisterin Verena Dietl sowie Gäste wie u.a. der Leiter der Leistungsdiagnostik am OSP Bayern Jens Geist gaben sich nicht nur die Klinke in die Hand, sondern verweilten auch einige Zeit vor Ort. 

Es war an Ralf Matusche, Stützpunktleiter am BSP München, und All-in-One-Arbeiter an eben diesem, die passenden Worte für Theresa Stoll, für Amelie Stoll und den Trainer Lorenz Trautmann zu finden. Mit sichtlicher Freude und viel Humor gelang es ihm, die Besonderheit hervorzuheben, dass Theresa als wirkliches Eigengewächs nun mit Bronze nach Hause zurückkehrte. Das viele Training, die eiserne Disziplin der Doppelbelastung des Leistungssports und eines Medizinstudiums so souverän zu meistern, das spricht für Eigenschaften wie Durchhaltevermögen, Wille, klare Struktur und Zeitplanung und eben auch, ein helles Köpfchen zu sein. "Wie sie das macht - das darf mich keiner fragen, die Antwort kenne ich nicht!" kommentierte Ralf Matusche diese Leistung, wertschätzend und mit ordentlich Stolz und vermutlich auch Zufriedenheit über diese Erfolg. 

Sehr viel Lob für eine 25jährige junge Dame, die zuvor noch für die Kids im Verein geduldig Autogramme gab und für Selfies zur Verfügung stand. "Im Moment des großen Erfolges der Schwester zu danken, dass ohne das Zutun von Amelie dieser Erfolg nicht möglich wäre, zeugt von wahrer Größe und zeigt die so menschliche und durchweg sympathische Komponente, sowie die Bodenständigkeit" stellt Florian Ellmann, Geschäftsführer des BJV, heraus und ergänzt: "Wir haben mit beiden, Amelie wie Theresa, Sympathieträger in unserem Verband, auf die wir uns verlassen können. Sie stehen als tolle Botschafter für den Judosport ein und unterstützen uns öffentlichkeitswirksam".  Hintergrund dieser Aussage ist die Tatsache, dass Amelie ein Bild mit Glückwünschen veröffentlichte und dieses direkt von Theresa  mit den Worten: "Ohne dich wäre ich jetzt nicht hier!" kommentiert wurde. 

Was Amelie, dann oftmals im Hintergrund stehend, leistet, das soll und darf auf keinen Fall untergehen. So drückt auch Verena Dietl ihre Bewunderung für die sportliche Leistung, aber zugleich eben auch die Bewunderung über die Beziehung der beiden zueinander aus.  

Margit Dippold, Schatzmeisterin des BJV, dankte den Eltern Stoll für ihren Einsatz und die Unterstützung, die eine ebenso wichtige Säule darstellen sowie Lorenz Trautmann, der nicht nur in sportlicher, sondern auch zwischenmenschlicher Ebene herausragende Arbeit geleistet hat und weiterhin leistet. In einer Interviewserie wurde er durch die Deutsche Bank als der "Judo-Sherpa" tituliert. Ralf Matusche findet eine andere Bezeichnung: "Lorenz ist der Frauenflüsterer am BSP!". 

Der Bayerische Judo-Verband gratulierte herzlich unter Anwesenheit von Ehrenpräsident Gerhard Fleißner und überreichte kleine Geschenke sowie eine Leistungsprämie für Theresa Stoll, Amelie Stoll, Sebastian Seidl, der sich für seine zweiten Olympischen Spiele qualifizieren konnte und Schamil Dzavbatyrov, der mit einem starken Auftritt bei der Team WM Hoffnung auf 2024 macht und seine Ansprüche untermauern konnte. 

 

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Text: Florian Ellmann

Bild: Oliver Lang, www.judo-muc.de

 

 

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