Kienbaum mit und ohne Bundestrainer

Letzte Woche war die U17 zum zweiten Mal im Herbst in Kienbaum. Im September war die DJB-Sichtung für die Altersklassen der U17 und U15 gewesen, jetzt sollte der harte Kern noch mal mit den Bundestrainern in Kontakt treten und zwei der stark Corona-gebeutelten Jahrgänge, 2006 und 2007, freuten sich darauf sich den Bundestrainer zu präsentieren.

Kurz vor Abfahrt erreichte Judo-Deutschland die Meldung, dass die Bundestrainerin der Fu17, Sandra Klinger, ihren Job beim DJB nicht weiterführen wird. Das brachte erneut Unruhe ins gebeutelte System. War schon letztes Jahr so lange der Posten des Bundestrainers der Mu18 nicht zu besetzen gewesen, ist erneut eine Stelle im Nachwuchs vakant.

Davon wollte sich das „Team-Bayern“ nicht abschrecken lassen und machte sich auf den Weg, dem verbleibenden Bundestrainer zu zeigen, wie Bayern sich in den vergangenen schwierigen Jahren entwickelt hat. Die jungen Sportlerinnen und Sportler zeigten, dass sie mit allen Aufgaben und Situationen schon gearbeitet hatten und konnten sich im nationalen Vergleich mit den anderen Landesverbänden stark präsentieren. Nach einer etwas verhaltenen Sichtung, gaben nun alle deutschen Athletinnen und Athleten mehr Gas und die Stimmung auf dem Lehrgang war genauso gut wie die Inhalte. Zweikampfspiele, Übergang vom Stand zum Boden, Cross Grip, Ko-uchi-gari und Auflösen gegen beide Auslagen und viele Aufgabenrandoris standen auf dem Zettel der Trainer, die diesen Lehrgang gemeinsam gestalteten.

Es bleibt also weiterhin spannend im Nachwuchs. Bayern ist immer unterstützend mit von der Partie, wenn es um die Judo-Nachwuchsförderung im DJB geht. In der Leistungssportwüste Deutschland, können wir nur gemeinsam konkurrenzfähig bleiben – Bayerns größte Chance ist also eine gute und zielgerichtete Zusammenarbeit mit dem DJB. Alle Hoffnungen diesbezüglich, ruhen derzeit auf den Schultern des jungen, hoch motivierten und lösungsorientierten Bundestrainers der Mu18, Christopher Schwarzer.

Dieser Lehrgang war schon mal ein klarer Erfolg und wir bleiben dran!

Text: Claudia Straub Bild: Alexander Trost

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