Judostar Sabrina Filzmoser begeistert in Bad Aibling

„Weiblicher James Bond“ sammelt Geld für Nepal-Projekte  - österreichische Topjudoka Sabrina Filzmoser kam zu einem eintägigen Lehrgang nach Bad Aibling. Dort unterrichtete sie am Aiblinger „World Judo Day“, dem Geburtstag des Judogründers Jigoro Kano, den Judonachwuchs der TUS-Judoka, Kids aus den Schuljudoprojekten und ukrainische Kinder, die im Rahmen der Ukrainehilfe bei den Aiblinger Kampfsportlern Judo betreiben.

Sabrina Filzmoser blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück. Die zweifache Europameisterin, sechsfache Militärweltmeisterin, Athletensprecherin im Internationalen Judoweltverband IJF und Klimabotschafterin desselbigen, kam in die Kurstadt, um Geld für ihre Hilfsprojekte in Nepal zu sammeln. Dort hat sie zwei Judovereine gegründet, die sie finanziell, aber auch mit viel Know-how und Herzblut unterstützt.

Sabrina Filzmoser: „Ich benötige heute weder Fahrtkosten noch Honorar, würde mich aber freuen, wenn die Einnahmen meinen zwei Herzensanliegen in Nepal zugutekommen würden.“ Abteilungsleiter Denis Weisser begrüßte die österreichische Ausnahmeathletin und die anwesenden Kinder und Jugendlichen, die Eltern und die Trainer Anamaria Budiu, Florian Speigel und Robert Buendowski, den zweiten Abteilungsleiter der TUS-Judoka. Tetyana Höger, die zweite Kassiererin der Kampfsportler hieß die ukrainischen Kinder, die noch nicht alle Deutsch sprechen, auf Ukrainisch willkommen.

Auch die Stadt Bad Aibling war mit Bürgermeister Stephan Schlier und Sportreferent Erwin Kühnel hochrangig vertreten. Sie begrüßten die Kampfsportler herzlich, darunter auch das „Aiblinger Aushängeschild“ Patrick Weisser, der kurz vor der Abreise zur U23-Europameisterschaft im bosnischen Sarajevo stand, sowie den dritten Abteilungsleiter Helge Derx und Kassier Nawid Ibrahimi.

Und dann ging es auch gleich los. Mit Aufwärmübungen und einigen Judotechniken im Boden und im Stand gestaltete die Weltklasse-Judoka ein abwechslungsreiches und humorvolles Training, das allen viel Spaß machte. Abteilungsleiter Denis Weisser zu den Teilnehmern: „Sabrina Filzmoser ist eine absolute Ausnahmeerscheinung. Sie hat mit über 40 Jahren noch bei der „World Judo Tour“ der Profis mitgekämpft, ist Athletensprecherin im Weltverband, hat Judovereine in Nepal gegründet, zahlreiche Einzel- und Mannschaftstitel gesammelt und zuletzt mit einem ganz besonderen Projekt auf sich aufmerksam gemacht.

Sie fuhr mit dem Mountainbike von Indien - auf Meereshöhe – 1200 km nach Nepal, kampierte dort am Fuße des Mount Everest, des mit 8848 Metern höchsten Bergs der Welt und bestieg diesen schließlich, sogar ohne Sauerstoffhilfe. Eine Tour mit insgesamt fast 9000 Höhenmetern und beispiellose Leistung! Begleitet wurde sie auf dieser Reise von zwei nepalesischen Profi-Mountainbikern und einigen Sherpas, sowie dem Medienteam der IJF, das einen tollen Film über diese Reise gedreht hat.

Sabrina Filzmoser ist studierte Betriebswirtin, hat promoviert, war beim Militär und ist aktuell im österreichischen Polizeidienst. Sie hat den Flugzeug- und Hubschrauberpilotenschein, kann klettern, Ski fahren, schießen und es gibt eigentlich nichts, was sie nicht drauf hat. Für mich ist sie ein weiblicher James Bond, allerdings die friedliche und positive Variante – und ein tolles Vorbild!“ Die Kinder und Jugendlichen waren beeindruckt von der Ausnahmeathletin und hatten viel Freude damit, den Trailer zu dem interessanten Film über die dreimonatige Reise von Sabrina Filzmoser vom Meereslevel bis auf die Spitze unseres Planeten zu verfolgen.

Danach stand die Welserin noch geduldig für Fragen, zahlreiche Autogrammwünsche und Fotos zur Verfügung. Dank großzügiger Kuchenspenden der Eltern, einem kleinen Verkauf und der Spende eines Aiblinger Ingenieurbüros konnte auch eine stattliche Summe gesammelt werden, die gegen Ende des Trainings in Form eines Schecks überreicht wurde.

Denis Weisser: „Ich bedanke mich bei Sabrina und allen, die diesen wunderbaren Tag möglich gemacht haben. Es ist eine Ehre, einen Star dieses Kalibers im „Dojo“, dem Kampfsportraum in der Sporthalle im Sportpark Bad Aibling gehabt zu haben. Ich wünsche ihr von Herzen alles Gute für ihre weiteren Projekte und würde mich freuen, wenn sie wieder mal zu uns oder wir zu ihr fahren dürften.“

Text: Denis Weisser; Bilder:   Judo Team Bad Aibling

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