Judo-Safari@home 2021 der Oberpfälzer Judovereine

Die Unterstützung war groß, um den schlafenden Judoriesen Oberpfalz während der Pandemie nicht in einen 100 Jahre währenden Dornröschenschlaf versinken zu lassen. Der Prinz war da, und um im Bild zu bleiben, mit der tatkräftigen Unterstützung durch die Judojugend, dem Engagement von Marina und Susanne Müller sowie der teilnehmenden Vereine und vieler Ehrenamtlichen, den Riesen ein Auge öffnen zu lassen. Die Förderung durch den Bezirksjugendring mit Mitteln des Bezirk Oberpfalz tat ein Übriges dazu diese Aktion zu einem vollen Erfolg werden zu lassen.

Die Judo-Safari ist eine Breitensportaktion des Deutschen Judobundes, die die Vereine zu normalen Zeiten selbständig mit gestalterischer Freiheit durchführen. Normalerweise teilt sich der Wettbewerb in einen Budo-Wettbewerb (kämpferischer Teil), Leichtathletik (Laufen, Springen, Werfen) und einen Kreativteil (judobezogenenes Malen, Dichten..). Marina und Susanne hatten es sich zum Ziel gesetzt - in diesen sportlich und sozial etwas schwierigen Zeiten – Kinder, Eltern und Ehrenamtliche in Bewegung zu bringen. Sie modelten das DJB-Konzept um und erweiterten es.

Insgesamt beteiligten sich 72 Kinder/Jugendliche und 34 Ehrenamtliche aus 11 Vereinen an der Aktion. Bei den Kindern/Jugendlichen machten auch judo-unerfahrene Geschwister mit und auch bei den Erwachsenen waren zahlreiche Nicht-Judokas aktiv. Besonders erfreulich war es das sich auch einige Integrations- kinder und jugendliche den Spaß und die Freude an der Teilnahme gönnten. 7 Abteilungsleiter und Ehrenamtliche bewerteten akribisch die in 6 Altersgruppen gebrachten und eingereichten Leistungen. Alles konnte zu Hause ausgeführt werden. Die Teilnehmer bewerteten einzelne Übungen selbst (Anzahl der ausgeführten Übungen zählen) oder sie wurde per Video/Foto ausgewertet. Den Budo-Teil ersetzten wichtige judobezogene Grundübungen. Dazu gehört das Greifen und verschiedene Uchi-komi-Formen (Zugübung zum Gleichgewichtbrechen, Fußfegetechnik mit Gürtel anstelle Partner, Eindrehtechnik ohne Partner). Übungen für die Arme (Jonglieren und andere Ballübungen, Zeitungsboxen), die Beine (Hampelmann-Koordination, Burpees, Springseilhüpfen, Zeitung mit Fußtritt zerteilen) und die Kategorie Geschicklichkeit (Unterarmstütz, Kopfstand, Schuhchallenge) stellten den Leichtathletikteil dar. Im Bereich Kreativität waren neben dem üblichen Malen/Schreiben eine Pyramide (Mensch und/oder Gegenstände) und eine Türstockchallenge (was passt alles in einen Türstock?) gefragt. Für diese Aufgaben hatten die Teilnehmer 3 Wochen Zeit um sie „abzuarbeiten“ bzw. zu üben. In einer großen Exceltabelle wurden dann alle Ergebnisse zusammengefasst und die Leistungsabzeichen (gelbes Känguru, roter Fuchs, grüne Schlange, Blauer Adler, Brauner Bär, Schwarzer Panther) ermittelt. Diese sind angepasst an die Gürtelfarben im Judo.

Der Lohn für diese Anstrengungen der teilnehmenden Kinder, Jugendlichen und ehrenamtlichen war hoch. Der oder die Beste einer jeden Altersgruppe erhält zwei Eintrittskarten für das Judo-Bundesligafinale im Herbst. In der Vereinswertung, die sowohl Leistungen als auch Teilnehmerzahl berücksichtigt, gewann mit Abstand die DJK Ensdorf vor Nittendorf und 1. FC Miltach. Damit wird, sobald es wieder möglich ist, der national und international erfolgreiche und bekannte Abensberger Judoka Dr. Christopher Völk -auch ein gebürtiger Oberpfälzer- in Ensdorf ein Training halten, um auch weiter den Zusammenhalt der Oberpfälzer Judojugend zu stärken und um den schlafenden Judoriesen Oberpfalz zu wecken und aktiv werden zu lassen.

 

Der Link zur Aktion https://www.youtube.com/watch?v=37kyPKHnqlU

Diese Jugendaktion wurde im Rahmen des Sonderförderprogramm Corona-Pandemie #weitermachen aus Mitteln des Bezirks Oberpfalz durch den Bezirksjugendring Oberpfalz gefördert.

Text und Bild: Rainer Brinkmann

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