Alter und Sport – kein Widerspruch

10 Argumente, die für sportliche Aktivität im Alter sprechen

Nicole Schwarz, Referentin für Breitensport und Sport für Ältere im BLSV

„Warum soll ich im Alter noch Sport treiben? Ich bin ja froh, wenn ich mich im Alltag bewegen kann.“ Vielleicht haben Sie schon Ähnliches gehört, als Sie mit Begeisterung von Ihrer Sportstunde erzählt haben.

Es gibt verschiedene Gründe, auch und gerade im Alter noch sportlich aktiv zu sein. Altersgerechte regelmäßige Bewegung verbessert die Leistungsfähigkeit und wirkt dem Alterungsprozess entgegen. Das Wohlbefinden wird gesteigert. Die positive Auswirkung ist von physiologischer, sozialer und psychischer Bedeutung.

Bei „Bewegungsmuffeln“ bedarf es manchmal Überzeugungsarbeit, um ihnen Bewegung und sportliches Engagement „schmackhaft“ zu machen. Lesen Sie nachfolgend zehn Argumente, die für sportliche Aktivität sprechen.

1. Fit und beweglich im Alltag

Wer regelmäßig Sport treibt, kräftigt Muskulatur und hält Gelenke, Sehnen und Bänder mobil und geschmeidig. Treppensteigen, Haus- und Gartenarbeiten, An- und Auskleiden oder Schuhe schnüren schaffen Sie dann mit Leichtigkeit.

2. Gesund durch Sport

Das A und O sind Kraft und Ausdauer. Die Leistungsfähigkeit der Organe wird gestärkt, Durchblutung und Sauerstoffversorgung werden gesteigert, das Abwehrsystem wird aktiviert. Das wirkt sich auch auf die geistige Gesundheit aus: Lebensfreude und Lebensqualität steigen.

3. Sport macht Spaß

Zur geistigen Gesundheit gehört auch der Spaß. Spaß am Sport haben, sich fordern, mitgestalten, teilhaben – da lacht die „Seele“. Egal, für welche Sportart oder Bewegungsform Sie sich entscheiden, Freude und Spaß sollen ständige Begleiter bei Ihren Übungseinheiten sein. Denn nur wer Spaß an der Sache hat, wird langfristig gesehen dabeibleiben. Freilich können Sie dies als „Einzelkämpfer“ durchführen. Richtig Spaß am Sport erleben Sie jedoch am besten in der Gruppe.

4. Ansprache

In der Sportgruppe treffen Sie Gleichgesinnte. Dort sind Sie nicht alleine. Reden, zuhören, Rat geben, Meinungen austauschen; in zwangloser und lockerer Atmosphäre entwickeln sich oft nette Freundschaften.

5. Sicherheit

Sport unter Leitung von fachkundigem Personal und in der Gruppe gibt Sicherheit. Bewegung ausprobieren, sich selbst motorisch und auch emotional erfahren, sich in unterschiedlichen Situationen kennen zu lernen, all dies steigert die körperliche Selbsterfahrung und die Alltagssicherheit.

6. Eigene Leistung erfahren

Der Wunsch, an die eigene Leistungsgrenze zu gehen, findet sich bei Menschen jeden Alters wieder. Sport unter kompetenter Anleitung, die gerade bei älteren Menschen besonders wichtig ist, eröffnet eine gute Möglichkeit, seine Leistung zu erfahren und neue Grenzen zu finden. Das gibt Selbstsicherheit und Selbstvertrauen.

7. Selbstständigkeit

Unabhängig und doch in die Gruppe von Gleichgesinnten integriert – das sichert und unterstreicht die eigene Selbstständigkeit. Die Regelmäßigkeit des Sporttreibens gibt dem Lebensrhythmus eine sinnvolle Struktur. Und gerade in einer Gruppe erfährt der ältere Mensch, dass er durch selbstständige Leistung einen sinnvollen Platz in der Gemeinschaft einnimmt.

8. Infos austauschen, Wissen vermehren

In der Gemeinschaft können Sie von der Erfahrung anderer profitieren, Ihre eigenen Kenntnisse erweitern, andere an Ihrem Wissen teilhaben lassen. Beim oder nach dem Sport bietet sich dazu die beste Gelegenheit.

9. Gemeinsam Außergewöhnliches erleben

In einer Gemeinschaft zu sein, heißt auch: Miteinander lachen und feiern, aber auch Trauer und Leid teilen, Ausflüge machen, Feste veranstalten – Sportgruppen sind soziales Netzwerk

10. Ehrenamt als Bereicherung

In diesem sozialen Netzwerk können ältere Menschen aufgrund ihres Lebenslaufs einen vielfältigen Erfahrungsschatz vorweisen. Ihre Kompetenzen nach ihrem Berufsleben im Sportverein einzubringen, wird zu einer neuen Herausforderung.
Einen Teil unserer Gesellschaft verantwortlich mitzugestalten, anderen Menschen helfen, zusammen etwas „auf die Beine stellen“ – Aufgaben zu übernehmen, heißt aktiv zu sein, gebraucht zu werden und Anerkennung zu erfahren.

Hinweis: Voraussetzung für den bedenkenlosen Start eines altersangemessenen Bewegungsprogramms ist der ärztliche Gesundheits-Check. Wurde schon Jahre kein Sport mehr betrieben, gibt es Erkrankungen oder Einschränkungen, die zu berücksichtigen sind? Auf jeden Fall ist eine gründliche Untersuchung eines Arztes unerlässlich. Gibt der Arzt „grünes Licht“, steht dem Bewegungsprogramm und dem Engagement im Sportverein nichts mehr im Wege.

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