Kampfrichterausbildung 

 

Wie werde ich Kampfrichter?

Was bedeutet es, Kampfrichter zu sein?

Aus- und Weiterbildung der Kampfrichter im BJV

 


 

Wie werde ich Kampfrichter?

 

Voraussetzungen

  • Graduierung mindestens 1. Kyu
  • Alter mindestens 16 Jahre (Jahrgang)

 

Wege zur KR-Lizenz

Wer die oben genannten "Anforderungen" alle erfüllt, muss nur noch die KR-Lehrgänge Stufe I und II erfolgreich abschließen und schon ist Mensch im Besitz der E-Lizenz.

  • Die KR Lehrgänge können einzeln besucht werden, wobei die Stufe I jeweils in Nord- und Südbayern getrennt in einem der Bezirke und die Stufe II für ganz Bayern in Abensberg durchgeführt werden. (Beide Lehrgänge müssen innerhalb eines Jahres besucht werden.)
  • Wer beide Stufen auf einmal absolvieren möchte, für den bietet sich die Möglichkeit eines Kompaktlehrganges in der Sportschule in Oberhaching an.
  • Den KR-Lehrgang Stufe I richtet der im jeweiligen Bezirk zuständige KRO aus.
  • Den KR-Lehrgang Stufe II richtet die Kommission aus.

 

Weitere Informationen zum KR-Wesen

Folgende Lizenz-Stufen gibt es:

  • E-Lizenz (BJV): Übungs-/Test-Lizenz für Einsteiger
  • D-Lizenz (BJV): Die normale Lizenz im BJV, Einsatz auf Bezirks- und Gebietsebene (Bei Eignung auch auf Landesebene)
  • C-Lizenz (BJV): Höchste KR-Lizenz im Landesverband Einsatz auf allen Ebenen des BJV
  • B-Lizenz (DJB): Einsatz auf Gruppenebene, Regional- und 2. Bundesliga
  • A-Lizenz (DJB): Höchste nationale Lizenz, Einsatz auf allen nationalen Ebenen.
  • IJF-B Lizenz (IJF): Einsatz auf internationaler Ebene, Europa
  • IJF-A Lizenz (IJF): Höchste weltweite Lizenz, Einsatz auf allen Ebenen Für Fragen rund um die Kampfrichterei steht Ihnen die Kampfrichter-Kommission (s. Punkt KR-Kommission) sowie die jeweiligen Bezirkskampfrichterobleute natürlich jederzeit gerne zur Verfügung.

>> Download-PDF: Wie werde ich Kampfrichter?

^ nach oben

 

 

Was bedeutet es, Kampfrichter zu sein?
Die Kunst Judo-Kampfrichter zu sein

Kampfrichter sein

  • ist das hineinfühlen in den Kampf, um aus der richtigen Posittion mit klarem Kopf die richtige Entscheidung zu treffen
  • ist ein natürlicher Schritt im Judo-Leben, die Anspannung wie als Kämpfer „wieder zu spüren“.
  • heisst, den Wettkampf in sportlicher und fairer Art und Weise ermöglichen
  • bedeutet von den Kämpfern in den Handlungen verstanden zu werden
  • heisst, dafür zu sorgen, dass die Kämpfer die Ehre und Tradition des Judos respektieren
  • erfordert, die Entscheidungen in richtiger Art und Weise aufzeichnen zu lassen

 

Welches Umfeld wirkt auf den Kampfrichter?

  • Die Veranstaltung
  • Die Trainer / Betreuer
  • Die Zuschauer
  • Die Kampfrichterkommission
  • Die eigene körperliche und geistige Verfassung
  • Die anderen Offiziellen (Wertungstische)

 

Kampfrichter sind...

  • eine starke Persönlichkeit, bescheiden, selbstsicher ohne Arroganz und Übermut
  • standhaft, human und unparteiisch
  • im Auftreten würdig und ruhig
  • nicht von Gefühlen und äußeren Faktoren beeinflussbar
  • ständig daran interessiert sich und Nachwuchskampfrichter in ihrer Aufgabe weiterzuentwickeln
  • zeigen Autorität durch Entscheidungen ohne zu zögern
  • nehmen Hinweise von erfahrenen Kampfrichtern freundlich, diskret und aufrichtig entgegen
  • konzentriert, aufmerksam, ausgeruht und körperlich fit

 

Kampfrichter müssen sich ständig fortentwickeln

  • In gleicher Weise wie die Kämpfer auf der Matte seine Fähigkeiten verbessern
  • Die Fertigkeit eines Kampfrichters erfordert kontinuierliche Einsätze ohne Rücksicht auf das Niveau der Veranstaltung
  • KR nehmen allen Möglichkeiten zur Fortbildung war und suchen Feedback und Rat von erfahrenen Kollegen
  • KR kennen die Kampfregeln und perfektionieren ihr Auftreten mittels Eigentraining z.B. durch Videoaufzeichnung
  • Auch Hauptkampfrichter brauchen Praxis auf der Matte um ihre Fähigkeiten aufrechtzuerhalten.

 

Das Kampfrichterteam

  • Die Aussenrichter unterstützen den Mattenleiter durch ihre Einschätzung
  • Inhaltlich kurze und eindeutige Beratungen sind Basis einer schnellen Entscheidungsfindung im Team
  • Der Mattenleiter akzeptiert ohne zu argumentieren die Hilfe des Teams
  • Die Team-/Mehrheitsentscheidung garantiert Fairness und Gerechtigkeit
  • Das KR-Team behandelt die Kampfrichtertischbesatzung wie „Kollegen“
  • Aussenrichter sind gleichberechtigt aber mit anderer Verantwortung
  • Aussenrichter beobachten aufmerksam und konzentriert das Geschehen und sind jederzeit bereit zu reagieren

 

Die ethischen Grundsätze für den KR

  • Die Kampfrichter sind Repäsentanten des BJV auf und neben der Wettkampffläche und verhalten sich vorbildlich
  • Der KR im BJV arbeitet professionell, in ordentlichem Erscheinungsbild und ist aufmerksam bis zu letzten Kampf.
  • Der Kampfrichter hat die Verpflichtung seine Regelkenntnis stets auf dem Laufenden zu halten.
  • Die Integrität des Kampfrichters darf nie in Frage gestellt werden.
  • Der KR ist verantwortlich für den Schutz des Geist des Judo, indem er faire und unvoreingenommene Urteile fällt. Stellungnahmen ggü. Dritten sind zu vermeiden.
  • Kampfrichterei ist Teamwork in kooperativer und harmonsicher Art und Weise.
  • Die Aufgabe als Kampfrichter verlangt laufendes Engagement.

>> Download-PDF: Was bedeutet es, Kampfrichter zu sein?

^ nach oben


 

 Aus- und Weiterbildung der Kampfrichter im BJV


Gezielter Einsatz der einzelnen Kampfrichter nach Eignung (= mehr als Leistung) und persönlicher Zielsetzung im jeweiligen Bereich

Übersicht der Kampfrichter nach Lizenzen




Einteilung der Kampfrichter in Leistungsstufen




Bezirks- / Gebiets-Kampfrichter

Aufgaben des jeweiligen Bezirks-KRO:

  • Herausfinden der persönlichen Zielsetzung des einzelnen Kampfrichters


              Ziel: Leistungsniveau halten

          Ziel: mittelfristig D1-Kader

        Einsätze auf Bezirks- / Gebietsebene

                intensive Fortbildung

Weitere Aufgaben des jeweiligen Bezirks-KRO:

  • Fortbildung der Kampfrichter nach Eignung und Motivation auf den jeweiligen Bezirksveranstaltungen
  • jährliche Kampfrichterfortbildung
  • Selektieren der einzelnen Zielsetzungen bereits im Bezirk: „Qualität statt Quantität“

 

Landes-Kampfrichter

Aufgaben der KR-Kommission:

  • Herausfinden der persönlichen Zielsetzung des einzelnen Kampfrichters


       Ziel: Leistungsniveau optimieren

         Ziel: mittelfristig C1-Kader

  Einsätze auf Gebiets- und Landesebene

               intensive Fortbildung
           (z.B. Einsätze Bayernliga)

  • Fortbildung der Kampfrichter auf jeder Veranstaltung durch den jeweiligen Bewerter
  • jährliche Kampfrichterfortbildung
  • uneingeschränkte Einsatzbereitschaft von Seiten des Kampfrichters im Rahmen der Jahresplanung



Leistungs-Kampfrichter

                          Ziel: Niveau steigern 

         B-Prüfung

                      Mögliche Maßnahmen, um das vorgegebene Ziel zu erreichen



                    Kommission bzw.
               erweiterte Kommission

               KR selbst

Kommission bzw. erweiterte Kommission

  • Einsatz auf Top-Meisterschaften in Bayern
  • Einsatz auf Bayernliga-Begegnungen mit Bewertung
  • so oft wie möglich Bewertung mit Videoanalyse (z.B. 3 – 4 Kämpfe aufnehmen, die anschließend besprochen werden)
  • Unmittelbar vor der B-Prüfung intensives Coaching durch ein Mitglied der KR-Kommission, z.B. Videoanalyse mit Ansprechen aller zu kritisierenden Punkte
  • Benennung eines Paten für die Prüflinge bei Problemen hinsichtlich Einsätze, Ausbildung, Wünsche, der die Anregungen an die entsprechende Stelle weiterleitet, d.h. jeder B-Kandidat hat damit einen festen Ansprechpartner, der ihn "begleitet"

 

KR selbst

  • Einsatzbereitschaft für alle Top-Meisterschaften in Bayern
  • aktive und passive Kritikfähigkeit sowie konstruktiver Umgang mit Feed-back sowohl als Feedback Geber als auch als Feedback Nehmer
  • Verantwortung für sich selbst übernehmen (selbst um Einsätze kümmern, eigene Fortbildung betreiben, theoretische Ausbildung verfeinern ...)


Nicht nur Ansprüche an andere stellen, sondern auch Ansprüche an sich selbst stellen, denn Entwicklung ist nicht nur eine Bringschuld, sondern auch eine Holschuld

>> Download-PDF: Aus- und Weiterbildung der Kampfrichter im BJV

^ nach oben

 

Ich mache Judo, weil…

23.jpg

... weil es meine Möglichkeit ist einen idealen Ausgleich zur Arbeit zu finden, gemeinsam mit meinen Freunden und meinen Kindern was unternehmen zu können. Judo fordert Körpereinsatz, aber genauso den Kopf und Disziplin.

Markus, 32, Nippon 2000 Passau

Die Judo-Werte:
Ernsthaftigkeit

Ernsthaftigkeit.jpg

Sei bei allen Übungen und im Wettkampf konzentriert und voll bei der Sache. Entwickle eine positive Trainingseinstellung und übe fleißig.