Hygiene

Judo – der weiße Sport. Klar, dass es da auch Regeln geben muss, damit Judo ein auch im hygienischen Sinne weißer Sport bleibt. Die sind besonders wichtig, da Judokas nun einmal Körperkontakt haben und barfuß auf die Matte gehen. Ingrid Müller hat sie im kleinen Hygiene-Einmaleins für ordentliche Judokas zusammengefasst.

Das Hygiene-Einmaleins

Ein Judoka ist kein Struwwelpeter. Deshalb werden auf und neben der Matte Hygieneregeln beachtet, damit niemand sich verletzt oder krank wird.

Ein ordentlicher Judoka kommt immer mit sauberem Judoanzug und frisch gewaschenem T-Shirt auf die Matte. Niemand möchte in eine dreckige Jacke fassen oder die Nase rümpfen.

Ein ordentlicher Judoka schneidet sich stets Finger- und Fußnägel kurz. Kratzer auf Gesicht, Händen und Füßen müssen nicht sein.

Ein ordentlicher Judoka legt vor dem Training Uhr, Ketten, Ohrringe, Piercings und Armbänder ab. Die Verletzungsgefahr für ihn und seinen Partner ist zu groß. Lange Haare bindet er zusammen, mit einem Haargummi ohne Metall. So kann Uke besser greifen und die Strähnen kleben nicht im Gesicht.

Ein ordentlicher Judoka schminkt sich vor dem Training ab. Make-Up und Lippenstift bleiben sonst am Judoanzug hängen.

Ein ordentlicher Judoka trägt außerhalb der Matte Schlappen oder Socken. Läuft er barfuß außerhalb der Matte herum, trägt er den Dreck auf die Matte. Und die berühren die Sportler nicht nur mit Händen und Füßen, sondern auch mal mit dem Gesicht.

Ein ordentlicher Judoka kontrolliert seine Füße und die restliche Haut auf ansteckende Krankheiten wie Hautpilz oder Warzen und lässt diese behandeln, bevor er wieder die Matte betritt. Es soll ja niemand angesteckt werden.

Überhaupt sollte ein ordentlicher Judoka daheim bleiben, wenn er krank ist. So wird er schneller gesund und kann andere nicht anstecken.

Ein ordentlicher Judoka hält auch ansonsten ein Mindestmaß an Hygiene ein: Er klebt Verletzungen mit Pflaster oder Tape ab. Er kaut auf der Matte keinen Kaugummi oder Bonbons. Er erscheint gepflegt und greift nötigenfalls vor dem Training zu Deo und gegebenenfalls einem Tampon. Knoblauch oder Zwiebeln vor dem Sport müssen nicht sein. Auch Nase bohren, an den Zehen popeln und pupsen stören die Trainingspartner.

Ich mache Judo, weil…

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ich von klein auf nichts andere mache, es der geilste Sport der Welt ist, man immer wieder neue Leute trifft, wir eine super Mannschaft sind und auch außerhalb der Matte viel Spaß zusammen haben.

Conni, 24, FC Hohenthann

Die Judo-Werte:
Bescheidenheit

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Spiele dich selbst nicht in den Vordergrund. Sprich über deinen Erfolg nicht mit Übertreibung. Orientiere dich an den Besseren und nicht an denen, deren Leistungsstand du bereits erreicht hast.